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Gemeinsame 24-Stunden-Übung der ASJ Erlangen-Höchstadt und den Jugendfeuerwehren Almoshof und Boxdorf

Am 10.09.2016 fand der diesjährige Berufsfeuerwehrtag für die Jugendlichen der ASJ statt. Für 24 Stunden galt es, stets einsatzbereit zu sein und die verschiedenen Einsätze abzuarbeiten. Die Feuerwehr war mit 2 Löschgruppenfahrzeugen (LF) vor Ort, die Arbeiter-Samariter-Jugend mit zwei Krankentransportwagen (KTW).

Auch 2016 fand wieder ein Berufsfeuerwehrtag für die Jugendlichen statt. Hierfür trafen sich alle Jugendlichen, Betreuer und Helfer am 10.09.2016 um 9 Uhr am Feuerwehrhaus Boxdorf. Für die nächsten 24 Stunden galt es nun, stets einsatzbereit zu sein und die verschiedenen Einsätze abzuarbeiten. Die Feuerwehr war mit 2 Löschgruppenfahrzeugen (LF) vor Ort, die Arbeiter-Samariter-Jugend mit zwei Krankentransportwagen (KTW).

Kurz nachdem die Jugendlichen ihre Schlafplätze eingerichtet und die Fahrzeuge übernommen hatten, ertönte bereits zum ersten Mal der Wachalarm. Mit dem Einsatzstichwort „Brand mehrerer Gartenhütten" rückten um 09:45 Uhr alle verfügbaren Kräfte aus. Am Einsatzort angekommen galt es, die brennenden Hütten zu löschen und verletzte, sowie vermisste Personen zu finden und zu versorgen. Von hier aus ging es weiter zum Feuerwehrhaus Almoshof, wo die Jugendlichen eine kurze Digitalfunkschulung erhielten.

Zurück auf der Wache in Boxdorf angekommen, hatten die Jugendlichen Zeit sich untereinander auszutauschen und das Mittagessen vorzubereiten. Doch für eine KTW-Besatzung war die Ruhe um 12 Uhr bereits wieder vorbei. Sie wurden zu einem „chirurgischen Notfall" gerufen. Am Einsatzort angekommen fanden die Rettungskräfte eine schwerverletzte Person vor, welche von einer Brücke gestürzt war. Für eine möglichst schonende Rettung wurde ein LF zur Trageunterstützung nachgefordert.

Während des Mittagessens konnten sich alle wieder erholen und Kräfte tanken. Diese wurden bereits um 14:30 Uhr wieder gebraucht, da es für alle zu einem „Verkehrsunfall mit landwirtschaftlicher Maschine" ging. Ein Pkw mit zwei Insassen war von einem Traktor erfasst worden und die Türen des Autos ließen sich nicht mehr öffnen. Hand in Hand arbeiteten die Jugendlichen der verschiedenen Hilfsorganisationen, um die Personen zu retten und bestmöglich behandeln zu können. Anschließend konnte, jeder der wollte, das gerade verwendete technische Gerät auf der Wache in Boxdorf ausprobieren oder einfach mal seine Füße hochlegen.

Um 17 Uhr ging es weiter zur neu gebauten Johanniter-Wache in Nürnberg. Neben den verschiedenen Fahrzeugstellplätzen, Hallen und Räumlichkeiten, wurden sich auch ein Rettungswagen (RTW) und der Baby-Notarztwagen angeschaut. Diesen gibt es in einer solchen Ausstattung und Form bayernweit nur von der Johanniter-Unfallhilfe Nürnberg. Nach diesen vielen Eindrücken konnten die Jugendlichen beim gemeinsamem Grillen entspannen und sich untereinander austauschen.

Um 20 Uhr ging es für die Besatzung des einen Löschfahrzeuges als First Responder zu einem „chirurgischen Notfall". Dort angekommen wurden zwei Jugendliche aufgefunden, die beide unter Drogen standen. Während einer der Patienten eine stark blutende Wunde hatte, welche schnellstmöglich versorgt werden musste, galt es die zweite Person einzufangen und vor sich selbst zu schützen. Für die medizinische Versorgung traf wenig später ein KTW ein, welcher gemeinsam mit der Feuerwehr die Versorgung weiterführte. Das zweite LF, welches sich gerade von einer Tierrettung wieder frei gemeldet hatte, wurde ebenfalls nachalarmiert, um eventuell vermisste Personen zu finden. Zurück in Boxdorf wurde ein Film eingelegt, die Feuerschale angemacht und die Ruhe allseits genossen, jedoch ließ der nächste Einsatz nicht lange auf sich warten.

Um 22 Uhr ging es für alle Einsatzkräfte zur „Wasserrettung". Eine Gruppe Jugendlicher hatte am Boxdorfer Weiher gefeiert und zwei der Jugendlichen hielten sich bereits seit längerer Zeit in dem kalten Gewässer auf. Neben der Rettung der beiden Personen aus dem Weiher galt es zudem auch, die fehlenden Personen zu finden und auszuschließen, dass sich noch weitere Personen in dem Weiher befinden. Hierfür wurde der Weiher nicht nur ausgeleuchtet, sondern auch Wärmebildkameras verwendet.

Um 23:30 Uhr ging es diesmal für das andere LF als First Responder zu einem „chirurgischen Notfall". Für die Jugendlichen der Feuerwehr ging es zu einem Waldstück, an welchem sich zwei Personen aufhielten. Während auch hier eine Person mit stark blutender Wunde schnellstmöglich versorgt werden musste, galt es auch die zweite Person zu beruhigen und mit der plötzlichen Bewusstlosigkeit richtig umzugehen. Für die weitere medizinische Versorgung traf wenig später ein KTW ein, welcher von seiner Gebietsabsicherung zu dem Einsatz hinzugezogen wurde. Um die zwei weiteren vermisste Personen im Wald besser zu finden, unterstütze auch das zweite LF bei der Suche, nachdem es sich von der Tierrettung wieder frei gemeldet hatte. Zurück auf der Wache dauerte es nicht lang und alle lagen in ihren Schlafsäcken und es kehrte Ruhe auf der Wache ein. Um kurz nach 2 Uhr war die Übung für manche Einsatzkräfte des ASB Erlangen-Höchstadt vorerst vorbei und sie fuhren mit beiden Krankentransportwagen regelbesetzt zu einer Großschadenslage nach Erlangen.

Während die ASB-Fahrzeuge nun im Realeinsatz waren, konnten die Jugendlichen bis um 6 Uhr in Ruhe weiterschlafen. Mit dem Alarmstichwort „Brandmeldeanlage" ging es für ein LF zum morgendlichen Fehleinsatz mit anschließendem Brötchenholen. Genau pünktlich zum letzten Einsatz der Übung trafen die zwei KTW wieder in Boxdorf ein. Um 08:45 Uhr hieß es ein letztes Mal Fahrzeuge besetzen und es ging zu einem „Flächenbrand". Vor Ort musste ein Feld gelöscht werden, welches durch eine brennende Gasflasche in Brand geraten war. Zudem galt es, zwei Brandverletzte aus der Gefahrenzone zu bringen und an den Rettungsdienst zu übergeben.

Nach den 24 Stunden waren alle Jugendlichen sichtlich erleichtert es geschafft zu haben, aber ebenso traurig darüber, dass es schon wieder vorbei war. Es haben sich neue Freundschaften gebildet und alte gefestigt. Nun freuen sich alle auf den bald anstehenden Bilderabend und auf eine hoffentlich wieder so schöne Übung 2017.

 

Text: J. Saeger