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Flüchtlingshilfe

Der ASB Erlangen-Höchstadt kümmert sich um Flüchtlinge in der Region: In Erlangen betreibt der Verband die Flüchtlingsunterkunft.

Es ist alles andere als ein normaler Einsatz, den die Helfer des ASB Erlangen-Höchstadt da seit September 2014 stemmen: In Notunterkünften – zunächst nur in Erlangen, später auch in Herzogenaurach – werden insgesamt bis zu 450 Flüchtlinge betreut. Die meisten kommen aus Syrien, aber auch die Ukraine, Afghanistan, Äthiopien oder das Kosovo gehören zu den Herkunftsländern. Der Betrieb der beiden Notunterkünfte wurde dem ASB von den örtlichen Behörden, also der Stadt Erlangen sowie dem Landratsamt Erlangen-Höchstadt übertragen.

„In erster Linie geht es um die medizinische Versorgung“, sagt die ASB-Helferin Lisa Bauer. „Die meisten Menschen kommen wegen Erkältungen zu uns – sie konnten nur wenig Kleidung mitnehmen und wurden gleich mit niedrigen Temperaturen konfrontiert.“ Viele haben aber auch Probleme mit den Zähnen oder den Augen. Außerdem werden die Kinder betreut, indem mit ihnen gespielt oder gebastelt wird. Auch bei der Ausgabe von Kleidung und Essen packen die Helfer mit an.

„Sie sprechen über die immensen Zerstörungen in ihrem Land. Ein Mann hat mir erzählt, wie er von der Terrorgruppe IS mit dem Tod bedroht wurde, wenn er nicht den Kampf mit der Waffe aufnimmt. Er hat sich dann sofort zur Flucht entschlossen.“

Einige der syrischen Kriegsflüchtlinge erzählen auch von den schrecklichen Erlebnissen der letzten Wochen und Monate. Lisa Bauer: „Sie sprechen über die immensen Zerstörungen in ihrem Land. Ein Mann hat mir erzählt, wie er von der Terrorgruppe IS mit dem Tod bedroht wurde, wenn er nicht den Kampf mit der Waffe aufnimmt. Er hat sich dann sofort zur Flucht entschlossen.“ Manche aber seien traumatisiert und möchten gar nicht sprechen. „Sie malen dann Bilder von ihren zerstörten Städten oder Dörfern. Das alles ist sehr bewegend!“

Arbeiter-Samariter-Bund
Regionalverband
Erlangen-Höchstadt e.V.

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